Donnerstag, 11. September 2008

Spontan zu Gast auf der "Memitabel"










Ein wundervoller Tag, nämlich mein freier Dienstag, näherte sich dem Ende, Paul und ich fläzten in der Abendsonne auf einem Steg am Hafen herum und genossen die Sonne, jeder ein gutes Buch, gute Musik und einen leckeren Kaffee - da geschah es, dass uns eine wildfremde Frau ansprach, die wir noch nie zuvor gesehen hatten. Ob wir denn schon zu Abend gegessen hätten? Wir stotterten irgendwas von in der Stadt was essen gehen - da waren wir auch schon zum Dinner auf dem Boot eingeladen. Bei unseren spontanen Gastgebern handelte es sich um ein kanadisches Segler-Ehepaar, Kurt und Marie, die irgendwann vor 9 Jahren mal beschlossen, dem sesshaften Leben ein Ende zu setzen und mitsamt ihrer vier Kinder auf ans andere Ende der Welt segelten... Sie machten mal hier und mal da, z.B. auf den Cook Islands und auf Tonga mal eine längere Pause von ca. einem Jahr und erreichten irgendwann Neuseeland, wo sie jetzt in Whangarei auf ihrem Boot im Hafen wohnen. Beeindruckend! Die Vorstellung, so frei durch die Welt zu ziehen, ließ uns fast in die nächsten Weltenbummler-Träume versinken, während wir chinesisch schmausten, mit Kaffee und Milo (die hiesige Ovomaltine) verwöhnt wurden und uns nach Pauls Gitarrenuntermalung mit der Musik vom Buena Vista Social Club berieseln ließen - und dabei die wundervolle Aussicht auf Whangarei genossen. Irgendwann wurden wir dann wiederan Land zurück gerudert und liefen dann ganz beschwingt und völlig hin und weg von soviel Spontanität ud Gastfreundschaft den Berg hinauf in "unser" Heim. Seufz.

Ansonsten ist nicht soviel passiert - das Wetter beglückt uns mit den ganz normalen Alltagskapriolen, wir gehen jeder täglich unserer Arbeit nach und erledigen ansonsten den normalen Alltagskram, wenn wir nicht gerade mal wieder einen Kaffee im Café "Serenity" trinken gehen, wo wir inzwischen schon Stammkunden sind. Bis wir hier wieder wegkommen, werden wir wohl beide hoffnungslos koffeinabhängig sein...

Ich hab mir gestern noch ein wenig die Haare stutzen lassen, es war doch ein bisschen unpraktisch, so lang, so dicht und ohne Föhn. Aber keine Angst, soviel war es nun auch wieder nicht und wie sagte Paul noch gleich, als ich jammerte, hach ist das kurz und der Zopf sei ja nur noch ein Stummelschwänzchen? Nun krieg dich mal wieder ein, der Pferdeschwanz ist ja immer noch "niedliche" 30cm lang...

Also, haltet die Haare oder doch lieber die Ohren steif - macht's jut, und bis zum nächsten Mal!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

kurzhaarfrisuren sind in, jule :P

pass mal auf, dass du keine läuse kriegst, die bisherige statistik mit den leuten, die sich die haare wegen läusen in ferner übersee entfernen ließen, ist ja schon ziemlich angsteinflößend :D

Anonym hat gesagt…

soso... :-D na wie gut dass ich mir die haare schon vor den läusen abgeschnitten habe :-D auf ne glatze kann ich dann aber doch ganz gut verzichten!! :-D also, ich werd mich in acht nehmen! ;-)