Samstag, 27. September 2008

Sweet is...

Sweet ist in der Tat allerhand, was hier so passiert. Unser Auto zum Beispiel. Total sweet, auch wenn wir es noch nicht haben... aber morgen! Ein uralter Toyota Van, siebzehn Jahre auf dem Buckel, aber gerade erst durch die Inspektion und mehr oder weniger topfit - und praktischerweise im hinteren Teil schon campinggerecht umgebaut, mit einem Tisch zum hochklappen. Und das alles fuer schlappe 1700 Dollar, also ca. 850 Euronen, wo ich schon gefuerchtet hatte das Doppelte ausgeben zu muessen! Nach einem guten Monat Arbeit habe ich das Auto oder zumindest meinen Anteil daran auch schon wieder hereingearbeitet, so dass wir uns jetzt guten Gewissens auf die Socken machen koennen, den Rest von Northland zu erkunden. Naechste Woche geht es los, die Westkueste hoch gen Cape Reinga und die Ostkueste mit der beruehmten Bay of Islands wieder hinunter, zurueck nach Whangarei, wo man dann ja vielleicht, vielleicht, wenn es dann noch ein bisschen waermer geworden ist, einen Tauchkurs einlegen koennte. So der Plan, mal gucken wie die Ausfuehrung aussieht...

Sweet ist auch die Tatsache, dass wir umgezogen sind, hinaus aus unserem schoenen Haus mit Stadtausblick, dass nun von neuen Mietern bewohnt wird und hinein in unser hiesiges "Fast-zuhause", wieder zurueck zu unseren alten Hosts Matt und Stu, die uns quasi freudestrahlend wieder aufgenommen haben. Deren Haus entwickelt sich gerade zu einem inoffiziellen Backpacker's, wir sind naemlich nicht die einzigen Couchsurfer: Ausser uns sitzen hier noch zwei Maedels aus Deutschland und eine Amerikanerin rum, und ebengerade ist auch noch jemand aus Auckland eingetrudelt und heut abend kommen noch irgendwelche Leute zu Besuch... hilfe, ich verliere so ein bisschen den Ueberblick! Aber no worries, das wird ein feines Barbecue heut abend - mit Mais fuer mich...

"Sweet is" ist uebrigens eine der zahllosen neuseelaendischen Redewendungen, die einem tagtaeglich an den Kopf geworfen werden. Zuerst begegnete sie mir bei unserem letzten Host, der quasi jeden zweiten Satz damit beginnt - woraufhin ich mich nur fragte, haeh, was denn? Was ist sweet? Wovon redet er jetzt? Von allem moeglichen und nichts bestimmten. "Sweet is" kriegt man zuhoeren, wenn man sich entschuldigt, weil man im Weg steht. Wenn man mit hochrotem Kopf die Kaffeetasse an den Tisch traegt, bei der die Haelfte des Milchschaums auf der Untertasse gelandet ist. Sweet ist no worries, no problem, doesn't matter, whatever.

Nicht zu verwechseln ist es allerdings mit 'cheers', dass da ein noch viel groesseres Anwendungsgebiet hat. Cheers kann je nach Zusammenhang ja, nein, vielleicht, ok, na gut, kein Ding, gern geschehen und vieles andere heissen, von hallo ueber tschuess bis prost ist alles vertreten.

In diesem Sinne: Cheers! :-)
Heisst in diesem Fall See ya!

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