Mittwoch, 1. Oktober 2008

Auf die Reise - fertig - los...

Endlich habe ich frei, die Cafearbeit liegt hinter mir und der gesamte Norden vor mir, den es zu erkunden gilt! Natuerlich haben wir schon einiges von ihm gesehen, aber noch laengst nicht genug! So vieles, was es da noch zu entdecken gibt: Der Ninety-Mile-Beach, der keine 90 miles lang ist, Cape Reinga, wo sich die zwei Ozeane vermischen, die Bay of Islands mit, ja wirklich, vielen kleinen Inseln, Ahipara, das Surferparadies mit der Shipwreck Bay, und und und... ! Gestern und heute schnupperten wir bereits etwas Nordwind, der uns antrieb, weitere Schoenheiten in der Umgebung zu entdecken.

Gestern waren wir bei Lea und Franzi eingeladen, zwei deutsche Couchsurfing-Maedels, die sich bei Couchsurfer Michael in Pataua einquartiert haben und die ich per Zufall im Mondo's getroffen habe. So fuhren wir also mit unserem neuen Bus (jaaaa, endlich haben wir ihn!) nach Pataua, etwas misstrauisch gegenueber der Wegbeschreibung und prompt an einer Bruecke endend, einer Fussgaengerbruecke wohlgemerkt. Tja, was wir bis dato nicht wussten: Durch Pataua verlaeuft eine Bucht und die beiden Ortsteile sind nur mit einer Fussgaengerbruecke verbunden - und die beiden Maedels hatten vergessen zu erwaehnen, dass sie in Pataua North wohnen und nicht in Pataua South. Nun ja, eigentlich kein Problem, sollte man denken, bloss braucht man eine gute Stunde, um mit dem Auto einmal um die Bucht herumzufahren... schlussendlich sammelte Michael uns an der Fussgaengerbruecke ein, so dass wir doch noch in den Genuss des groessten Schlemmerbarbecues der Welt kamen. Vollgefressen und mit Bier und Wein versorgt, sassen wir in netter Runde zusammen, kloenten ueber dies und das und spielten Mau-Mau und Poker bis wir irgendwann todmuede ins Bett fielen. Am naechsten Morgen wurden wir von sanften Sonnenstrahlen geweckt, die uns nach dem Fruehstueck hoffnungsvoll an den Strand lockten - wo uns dann prompt die Regenwolke einholte. Fuckin' rain verhalf uns dann aber immerhin zu einem netten Sit-in zu fuenft in unserem Van, joah, so kann mans aushalten!

Derweil fand in unserem eigentlichen "zuhause" bei unseren Hosts Matt und Stu eine wahren Invasion statt: Nachdem wir die Woche ueber schon weitere Couchsurfer zu Besuch hatten (Rieke und Sara aus Oldenburg plus Laine aus Florida) kamen nun auch noch Liz aus den Niederlanden, Lisa aus Oesterreich und eine Frau aus England dazu... es verfolgte uns also ein stetiges "Ah, hi, nice to meet you - but who are you?" Also, wenn irgendwer mal in Whangarei couchsurfen geht - besucht Matt und Stu, die nehmen dich auf, egal wie viele andere schon bei ihnen zuhause rumlungern, helfen dir gern weiter und freuen sich, wenn sie bekocht werden. Fragt im Nebensatz mal nach Matt's beruehmter Eiscreme, das lohnt sich immer!

Was sich ebenfalls lohnt ist es, einen grossartigen Van, wie z.B. oben stehenden, fuer 1700 Dollar zu erstehen! Ein schniekes kleines Teil ist das, genau richtig fuer 2 Personen und trotzdem kaum groesser als ein grosser PKW, also leicht zu haendeln und auch noch gut in Parkluecken zu manoevrieren, auch wenn die hier laengst nicht so beengt sind wie zuhause, wenn man von Matt und Stu's Garten absieht, in dem gestern stolze vier Toyotas rumstanden... Gott sei Dank, hat unser neuer Augapfel eine manuelle Schaltung, so komme ich nicht total aus der Uebung, ausserdem verfuegt er ueber Dachfenster, d.h. wir koennen sogar noch unter die Sternengucker gehen! Der Kauf entpuppte sich als schnell und unbuerokratisch, Auto aufgesammelt, samt Verkaeufer zu einer Stelle gefahren, wo man Autos ummelden kann, umgemeldet, Verkaeufer wieder abgesetzt, bezahlt, in dem ich die 1700 Dollar in 20Dollar-Noten gezueckt habe, was fast mein Portmonee gesprengt haette, aber vom Automaten nicht anders gewollt war - und dann mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht losgefahren! Inzwischen ist es schon fast normal links zu fahren, ich wiederhole fast, komisch bleibt es, mit links zu schalten - und vor allem rechts zu blinken, in stressigen Situationen erwischt man da dann schon mal links den Scheibenwischer, dessen ploetzliches Gewische auch nicht mehr Ruhe in die Sache bringt.... aber es wird!

Heute waren wir auf grosser Kraxeltour, sind den Mount Manaia hochgeklettert und fast vom Wind wieder hinunter gepustet worden und nach diesem Hoehenflug dann ab in die Tiefen der Abbey Caves hinuntergeklettert. Diese Entdeckungsreisen machen Lust auf mehr, also machen wir uns morgen zusammen mit Laine, Rieke, Sara und Lisa auf den Weg gen Norden nach Russell, um endlich das Travellerleben zu geniessen und das lang ersehnte Sunrise-Fruehstueck am Strand der Ostkueste in die Tat umzusetzen!

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