... kommt hier die nächste Meldung, was wir so treiben. Eine weitere Woche ist vergangen, viel ist allerdings nicht passiert. Das Leben geht hier so seinen gewohnten, gemütlichen Gang, wir wohnen immer noch im gratis Haus auf dem Hügel und arbeiten täglich für unser Auto und das täglich Brot. Brot? Quatsch! Müsli! Nachdem wir drei Wochen lang versucht haben, ein Brot zu finden, was nicht labberig wie ein Schwamm und weiß wie Schnee ist, dazu weder pappig noch nicht-sättigend, haben wir dieses Unterfangen aufgegeben und beschränken uns auf Müsli. Die Neuseeländer versuchen zwar fleißig, deutsches Brot zu kopieren, aber was anderes als weiches Toastbrot schaffen sie irgendwie nicht zu kreieren...
Am Montag machten wir uns mal wieder auf die Socken, Whangareis nähere Umgebung zu erkunden - schließlich hatten wir wieder beide unseren freien Tag. Also trampten wir hinaus zu den Whangarei Heads, dabei handelt es sich um einige interessante Hügelformationen an der Küste. Es war allerdings schwieriger als vermutet, hin und auch wieder zurück zu kommen, nicht dass uns niemand mitgenommen hätte, nein, das war eher weniger das Problem, das Ding war eher, dass einfach niemand da lang fuhr, der uns hätte mitnehmen können! Irgendwann tauchte dann aber doch immer noch jemand auf, das Erlebnis zeigte uns jedoch, dass es höchste Zeit für das eigene Auto wird, wenn man all die Naturwunder Neuseelands bestaunen will - die halt dummerweise immer irgendwie weit ab vom Schuss liegen. Und wie es der Zufall will - wir haben sogar schon ein Auto in Aussicht, es ist ein Campervan, aber mehr wird noch nicht verraten ;-)
Also, zurück zu unserem Trip: Trampten hin, wanderten herum, bestaunten Natur und vieles was so grünte ud blühte (es wird Frühling!), sahen sogar ein paar Delfine, beschwerten uns über die Ölraffinerie, die mitten in der wunderschönen Landschaft plötzlich zu sehen war - öh, und trampten irgendwann wieder zurück. War aber auf jeden Fall gut, mal wiederaus der Stadt zu kommen, im grauen Kaff Whangarei vergisst man manchmal fast, wie schön Neuseeland ist! Manchmal hat man glatt das Gefühl, als hätte jemand, wie in einem Bildbearbeitungsprogramm, einfach den Sättigungsregler hier ein bisschen höher gedreht - das Meer ist irgendwie blauer, der Himmel auch und alles was so an Pflanzen wächst sowieso!
Der Arbeitsalltag wird übrigens immer besser, habe jetzt regelmäßig montags und dienstags frei und somit ein bisschen Zeit ohne den Drachen Mrs. Raye, die hat nämlich immer mittwochs und donnerstags frei - olé! Ohne sie ists doch sehr viel entspannter! Und interessanter wirds auch: Meine Kollegin Nee weiht mich nämlich in das Geheimnis des Kaffeemachens ein und soviel sei gesagt: es ist eine wahre Kunst, inklusive Muster im Milchschaum, je nach Kaffeeart ein Silberfarn oder sonstige Kringel, Rechtecke etc. Mmmh!
So, seid gegrüßt und mcht's jut - bis bald!
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