Freitag, 22. August 2008

Im fernen Tukutikitakapungawhanga-Land

Viele liebe Gruesse aus Whangarei! Gestern abend sind wir angekommen, nachdem wir per nakedbus (nicht nackt, aber mit nackten Preisen) von Auckland nach Whangarei gefahren sind. Hier schmarotzen wir wieder als Couchsurfer durch die Gegend, zur Zeit sind wir bei Matt, 35, nett und aufgeschlossen, der aus seinem Haus sein eigenes kleines Backpacker-Hostel gemacht hat, in dem wir uns jetzt quasi als Koeche verdingt haben. Zumindest haben wir gestern fuer leckeren Reis mit Ratatouille gesorgt, waehrend uns heute morgen die beiden schweizer Maedels, die hier zur Zeit auch noch wohnen, mit frischem Omelett geweckt haben - Matt hat dann dafuer gestern mit selbstgemachtem Eis zum Nachtisch aufgewartet! Jammi!
Heute morgen sind wir kreuz und quer durch Whangarei getigert um uns mal einen Ueberblick zu verschaffen und nach Jobaushaengen zu gucken. Die Ausbeute war eher mager, wir haben uns dann mit Eis getroestet (Oreo-Eis.... wundervoll!). Mal gucken, was Internet und weitere schwarze Bretter hergeben, ich bin mir sicher, dass wir hier einen halbwegs passablen Job finden werden, auch wenn ich ernsthaft bezweifle, dass die Lebenshaltungskosten hier geringer sein sollen...

Auf der Fahrt hierher konnte man sich koestlich ueber die neuseelaendischen Namen der Orte amuesieren - die meisten in Maori, daher kommt ein lustiges Klang- und Schriftbild zustande. Nach einer Weile klingen alle Ortsnamen mehr oder weniger nach Tikikaka, Takatuka, Tutukaka (den gibt's wirklich), Whangapunga, Hungatonga, Tokawonga oder so aehnlich. Pippi Langstrumpf haette auf jeden Fall ihre helle Freude! Fuer Maori-Laien ist es dann aber doch teilweise eher kompliziert, sie auseinander zu halten!

Die gute Laune konnte uns das aber noch nicht vermiesen, denn bisher ist es total schoen, die Kiwis sind entspannt und aufgeschlossen und die Landschaft ist einfach atemberaubend - eben noch gruene wiesen a la Irland, gleich daneben mitteleuropaeische Laubwaelder, mit suedamerikanischem Dschungel angereichert, am Horizont die Alpen, auf der anderen Seite Meer, je nach Sonneneinstrahlung karibikblau oder atlantikschwarz. Im Garten stehen mal eben ein Orangen- und ein Avocadobaum und im schwedischen Nadelwald finden sich immer wieder ein paar Palmen... fast als waeren die Landschaften der halben Welt auf zwei Inseln zusammengequetscht!

Das Wetter ist ebenso abwechslungsreich wie die Landschaft - eben noch in strahlender Sonne sitzend, verwandelt man sich ploetzlich in einen begossenen Pudel, nur um nach weiteren 5 Minuten wieder von der Sonne getrocknet zu werden, waehrend man einen wundervollen Regenbogen geniessen kann. Hier oben im Norden ist es auch noch ein paar Grade waermer als in Auckland, locker 16 Grad und in der Sonne kommt richtig Sommerfeeling auf, weshalb Paul und ich nach unserer langen Wanderung aus der Stadt zurueck in unser Quartier auch eben kurz mal in den Pool gehuepft sind! Zugegeben, das war dann doch recht frisch, aber es ging! Und das im Winter!

Und jetzt - hol ich mir eine Orange aus dem Garten :-) Bis bald!

Keine Kommentare: