Mittwoch, 20. August 2008

Von Kiwis und anderen verrueckten Voegeln

Halloechen ihr Lieben,

heute durften wir eine ausgedehnte Stadtfuehrung geniessen, denn Miranda, meine Couchsurfing-Gastgeberin, entpuppt sich als ausgezeichnete Geschichtenerzaehlerin. So kraxelten wir in einer Regenpause einen der 49 Vulkane Aucklands hoch und genossen anschliessend die grossartige 360 Grad Rundumsicht, waehrend um uns herum die Fruehlingslaemmer herumwanderten. Das das hier Fruehling ist, habe ich immer noch nicht so richtig geschnallt, und wenn im August die Narzissen anfangen zu bluehen, dann fragt man sich doch, wo man da gelandet ist...

Miranda klaerte uns dann auch etwas ueber die seltsame Vogelwelt Neuseelands auf, die sich schon von ihrer Geraeuschkulisse sehr von derjenigen zuhause unterscheidet. Kein Wunder, dass viele der neuseelaendischen Voegel reihenweise aussterben, sie scheinen doch irgendwie ein bisschen, naja, sagen wir zurueckgeblieben. Da gibts zum Beispiel einen, der sich groesstenteils durch Erinnerung orientiert und fast ausgestorben waere, nachdem nach einem Erdbeben die Baeume nicht mehr ganz da standen, wo sie zuvor waren - er ist einfach staendig gegen die Baeume gekracht. Ein weiteres Problem von diversen Voegeln, einschliesslich des Kiwis, besteht darin, dass sie nicht fliegen koennen. Und darueber hinaus meistens auch nicht weglaufen, wenn sie einer Gefahr begegnen - sie erstarren einfach und stellen sich quasi tot. Diese Verteidigungsstrategie interessierte die eingeschleppten Katzen, Ratten, Wiesel etc. allerdings wenig, sehr zum Leidwesen der Voegel. Auch andere eingeschleppte andere Voegel (z.B. aus Australien oder von den Fijis) machen sich unbeliebt, in dem sie die einheimischen einfach von den Baeumen schubsen. Einfach zu friedfertig, die Neuseelaender - das gilt uebrigens auch fuer die Menschen und deren Regierung hier, die einfach mal die Air Force abschaffte und die Flugzeuge verkaufte.

Auckland entpuppt sich derweil als relativ unspannend, soviel machen oder angucken kann man hier nicht und es ist wohl auch relativ teuer hier laenger zu verweilen. Ausserdem kann man sich quasi nur per Bus bewegen, was eine spannende Angelegenheit ist, da die Busfahrer Fahren erst am ersten Arbeitstag gelernt zu haben scheinen. Das Stadtzentrum ist, soweit ueberhaupt existierend, ziemlich auseinandergezogen. Ausserdem sollen die Jobmoeglichkeiten anderswo besser sein... alles Gruende, die uns weiter gen Norden locken: Naechstes Ziel ist Whangarei, ca. 100 km noerdlich von Auckland.

Bis dahin: Guhd Night and seeh yah soon!

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