Viele liebe Grüße aus dem Drachenhort namens Mondo's Café! Hier sitzt ein bzw. sogar zwei Drachen, die mit Argusaugen und Überwachungskameras aufpassen, dass ich auch ja nicht eine Minute irgendwo tatenlos herumstehe. Denn es macht ja, äh, einen unprofessionellen Eindruck, wenn alle mal NICHT wie in einem Ameisenhaufen herumwuseln und alle irgendwas machen und es ist ja auch SCHRECKLICH wenn man mal mehr als drei Worte mit seiner Kollegin redet. Eijeijei...
Heute war mein dritter Tag und immerhin habe ich es inzwischen vom Tellerwäscher zum Essenslieferanten gebracht - was allerdings nicht unbedingt angenehmer ist, da man nicht nur wie bescheuert hin und her wetzen, sondern dabei auch noch bis zu drei Teller balancieren muss, natürlich ohne sie zwischendurch mal fallenzulassen.
In der Zwischenzeit etablieren wir uns hier im Ort, die Couchsurfing-Community macht es möglich. So waren wir gestern spontan bei einem Barbecue (vorm Kamin...) bei unserem letzten Host, Matt, eingeladen, wo dann auch och sein Mitbewohner Stu und vier weitere Couchsurfer rumliefen, 2 Mädels aus Belgien und ein Pärchen aus der Schweiz. Und natürlich haben wir auch noch unseren jetzigen Host Brendon mitgeschleppt und äh ja, so wurdens halt ziemlich viele!
Whangarei entpuppt sich derweil als winziges verschlafenes Nest, viel ist hier definitiv nicht los, viel machen kann man demzufolge auch nicht, außer vielleicht wandern. So wandern wir denn auch munter in der Gegend herum, in die Stadt und wieder hinaus, am Hafen entlang und wieder zurück - und zu den Whangarei Falls und zurück, das sind 26m hohe Wasserfälle, die mitten in einer märchenhaften Dschungel-Urwald-Ansammlung plötzlich vor einem auftauchen, wenn man einfach immer am Fluss hinaufwandert und es geschafft hat, sich durch matschigen Sumpf und vorbei an neugierigen Kühen zu kämpfen.
Was ich in der Zwischenzeit noch über Neuseeland gelernt habe:
1. Der Himmel ist hier sowieso viel blauer als überall anderswo - bloß sind halt ab und zu ein paar Wolken davor.
2. Im "Land der großen weißen Wolke" gibt es sehr, sehr, sehr viele große GRAUE Wolken...
3. So viele Grüntöne wie in Neuseeland findet man sonst nirgends.
4. Kiwis finden die Tatsache, dass Kiwis Kiwis heißen sehr amüsant.
5. In Neuseeland kann man Pflanzen mieten.
6. Hier herrscht Linksverkehr - mit rechts vor links.
7. Neuseeländer können nicht Auto und ganz besonders nicht Bus fahren.
8. Neuseeländer heizen mit ihren Häusern die Umwelt bis es draußen wärmer ist als drinnen.
9. Als Fußgänger kommt man gleich auf der Seltenheitsskala direkt nach einem Außerirdischen.
10. Ab und zu verschwinden halt mal Menschen. In diesem Fall wars der Linoleumfritze - samt dem Linoleum fürs neue Haus.
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2 Kommentare:
Wie nennen denn die Kiwis die Kiwis?
Grüße
Michael
Hallo Jana!
Welche Pflanzen kann man mieten und wofür?
Liebe Grüße
Mama
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