Sonntag, 4. Januar 2009

Perspektivenwechsel

Es ist eine besondere Ehre von unserer Tochter gefragt zu werden, einen Gastbeitrag zu ihrem Blog zu schreiben, und so sitze ich hier in Opunake in Sichtweite des Mount Taranaki und versuche mich zu konzentrieren, waehrend im Hintergrund das Fernsehprogramm ein paar Kinder unterhaelt mit mehr oder weniger jugendfreien Filmen.
Ich habe jetzt erst das Gefuehl richtig angekommen zu sein, und dabei sind 2/3 unserer Zeit schon vorbei. Angekommen in diesem faszinierenden und vielseitigen Land nach einem unglaublich langen und anstrengenden Flug, unterbrochen gluecklicherweise durch eine Nacht in Hongkong. Der Kontrast haette nicht groesser sein koennen, das quirlige, enge, laute, von Menschenmassen, Hochhaeusern und Energie strotzende Hongkong und dann das riesige Auckland, eine gigantische Einfamilienhaussiedlung mit einem Zentrum, das uns an Bad Oldesloe erinnert. Aber das Wichtigste war das Wiedersehen mit unserer geliebten und lang vermissten Tochter, die uns froehlich, braungebrannt und sehr entspannt am Flughafen erwartete und die Familie vervollstaendigt. Seitdem fahren wir mit einem Wohnmobil durch das Land wie vor 3 Jahren in Kalifornien, trotz allem Komforts beengt, natuerlich viel mehr Platz als im Boot, aber erheblich weniger als in dem amerikanischen Wohnmobil, das ja gut 3m laenger war. Dafuer ist es viel handlicher und auch stabiler, noch sind alle Regale und Schubladen an ihrem Platz. Es stellt dafuer hohe Ansprueche an die Stabilitaet des Magens derjenigen, die nicht vorne sitzen, aber auch das haben wir geschafft: Jana und Nikola koennen jetzt sogar lesen beim Fahren ohne gruen zu werden, ich schlafe dafuer ueberall. Es sind viele windy roads hier, also bin ich gut ausgeschlafen. Ein Womo hat ja auch sein Eigenleben, an das wir uns gewoehnt haben, es frisst manche Dinge wie z.B. Sonnenbrillen, Kameras und Portemonnaies, andere dagegen mag es nicht und spuckt sie wieder aus wie z.B. Socken und Schuhe, die ueberall herumliegen und zwar immer einzeln.
Dieses Neuseeland ist so faszinierend: Sueden ist immer da wo die Sonne nie ist, die Leute fahren auf der falschen Seite, die Supermaerkte sind sehr amerikanisch, das ganze Land ist ein riesiger botanischer Garten, denn wo sonst gibt es Kiefern, Fichten, Pinien, Palmen und hausgrosse Farne eintraechtig nebeneinander? Oder Straende mit blauem Wasser und Palmen und im Hintergrund schneebedeckte Berge?Immer wieder staunen wir ueber die Schoenheit der Natur und sind tief beeindruckt. Es ist sehr hilfreich, dass Jana sich schon gut auskennt und das neuseelaendische Englisch so gut versteht und spricht.Wir haben so viel Schoenes erfahren und gesehen. Es sind wunderbare Erlebnisse, voller Dankbarkeit darueber freuen wir uns mit Jana ueber diese schoene Zeit und koennen sie beruhigt zuruecklassen.
Viele liebe Gruesse sendet Katja

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Jule!

Heute ist Deine Karte angekommen. Vielen Dank! Wir waren erst ein bischen ueberrascht, Dein Foto auf einer Postkarte zu sehen ;o)
Da man Dir vermutlich keine Briefpost schicken kann (schade eigentlich), melden wir uns jetzt hier bei Dir. Aber schoen, zu lesen, dass es Dir gut geht :o)

Alles Liebe nach Neuseeland,
Elli und Miri