Donnerstag, 25. Dezember 2008

Frohe Weihnachten!

Ich wuensche euch allen ein frohes Weihnachtsfest!!! Merry Christmas, merry Christmas! Hier ist es zwar immer noch (komisch, komisch...) sehr unweihnachtlich zumute, trotzdem war es auch mal sehr spannend Weihnachten am anderen Ende der Welt zu verbringen... und Sommer zu Weihnachten hat man ja nun auch nicht alle Tage!

Inzwischen bin ich wieder gluecklich vereint mit meiner Familie. Nach meinem Trip rund ums East Cape hab ich auf dem Weg nach Auckland noch schnell in Mount Maunganui vorbeigeschaut und war puenktlich zur "Summer Welcome Party" im "Fluorescent-Style". Natuerlich waren alle moeglichst fluoreszierend angezogen, das Thema hatte bei einigen einen wahren Ausbruch an Kreativitaet freigesetzt. Gefeiert wurde in einem Haus in Tauranga, direkt am Wasser mit Holzterrasse und Bootshaus mit Blick ueber die Bucht auf die glitzernden Lichter der anderen Seite Taurangas - wunderschoen!



Fluorescent bzw. Summer Welcome Party im Bootshaus


Podge und Liz als Paradebeispiel fuer fluoreszierende Verkleidungsstrategien

Nach einer feuchtfroehlich durchgetanzten Nacht machte ich mich am naechsten Morgen auf nach Auckland und traf dort Miranda, meine allererste Couchsurfing-Hostess. Sie zeigte mir erst einmal ihre neue Wohnung, dann wurden mir saemtliche WG-Mitbewohner vorgestellt und kaum hatte ich es endgueltig aufgegeben, mir saemtliche Namen zu merken, schleppte sie mich mit auf die Hausparty einer Freundin, wo natuerlich noch 30 Leute mit neuen Namen warteten - Hilfe! Nach einem sehr netten Abend und einem gemuetlichen Fruehstueck liess ich Miranda mit meinem Auto zurueck, sie hatte sich netterweise bereit erklaert darauf aufzupassen, und fuhr per Shuttle zum Flughafen, wo ich nach kurzer Wartezeit meinen Eltern und Nikola in die Arme fiel. So lange nicht gesehen, endlich sind sie da!

Seitdem fuehl ich mich als wuerde ich Urlaub von meinem Urlaub nehmen - so luxurioes bin ich ja lange nicht mehr gereist! Erst eine Nacht im Hotel, mit abendlichem Sekt auf dem Skytower in Auckland, untermalt von einer lustigen irischen Band, waehrend unten ein Licht nach dem anderen angeht und sich dem Lichtermeer der Millionenstadt anschliesst. Am naechsten Tag folgte dann der Umzug in ein komfortables Wohnmobil, mit Bad und WC und Kuechenzeile und, oh, noch sooo viel anderem! Wow! Auf gings dann nach Coromandel, nachdem wir die lebenswichtigen Stationen Warehouse und Pak'n Save abgeklappert hatten (jaha, ich hab hier ja inzwischen die Insidertipps!) verbrachten wir eine Nacht in dem wunderschoenen Coromandel Forest Park auf ebenjenem Campingplatz, dem ich zuvor schon mit Felix einen Besuch abgestattet hatte. Einem abendlichen, gemuetlichem Grillen folgte dier erste Nacht in unserem neuen, temporaeren Zuhause und am Morgen weckten uns sanfte Sonnenstrahlen und lockten uns, einen nahen Berg zu erklimmen, um von dort die Aussicht ueber das ganze Tal zu geniessen. Danach nahmen wir ein sehr sehr erfrischendes Bad im nahen Bach, zu dessen Swimming Hole wir uns erst durch einen recht dichten und abenteuerlichen Dschungel kaempfen mussten. Weiteren Aktivitaeten machte dann zunaechst das Wetter einen Strich durch die Rechnung, es zeigte sich zur Abwechslung mal von einer sehr stuermischen und regnerischen Seite und so verbrachten wir eine Nacht direkt am Meer, mit solch abenteuerlichen Fantasiegespinsten im Kopf, wie demjenigen, in dem unser Wohni von der Klippe direkt ins Meer gepustet wird.

Am 24. Dezember fuhren wir dann weiter zur Cathedral Cove, das Wetter hatte endlich wieder aufgeklart und so stand dem erhofften Strandbesuch nichts mehr im Wege! Im Supermarkt hatten wir uns mit 4 Weihnachtsmannmuetzen eingedeckt, die neidvoll von allen anderen Touris bestaunt wurden, als wir damit ausgeruestet am Strand der Cathedral Cove posierten. In Sichtweite des Hot Water Beaches parkten wir in den Duenen, beobachteten die Surfer, die sich in den haushohen, naja, vielleicht doch eher mannshohen Wellen vergnuegten und genossen in kurzen Hosen unsern abendlichen Weihnachtsschmaus: Nudelauflauf mit Salat bei Kerzenschein und mit Meeresrauschen statt Weihnachtsliedern. Das war so gemuetlich, dass wir unser Vorhaben, am Strand ein Loch in den heissen Sand zu buddeln, kurzerhand auf den naechsten Tag verlegten und lieber noch gemuetlich zusammensassen.


Weihnachtsgruesse auf Maori

Nach einem morgendlichen Weihnachtsfruehstueck im Sonnenschein machten wir uns dann mit Spaten bewaffnet auf den Weg zum STrand - wie viele, viele andere Touris auch, und gruben ein Loch. Nachdem ich ja bei meinem letzten Besuch des Hot Water Beaches schon genuegend Moeglichkeit hatte, die beste Taktik fuer das perfekt temperierte Lochzu entwickeln, konnten wir dann diesmal die Probierphase ueberspringen und direkt zu Phase zwei, der Umsetzung des endgueltigen Lochs schreiten. So waren wir dann die ersten die im warmen Wasser lagen und hatten nicht nur Blick auf den blaugruenen Ozean vor uns, sondern auch auf die Scharen verzweifelt buddelnder, schwitzender Touris um uns herum...

Vollgetankt mit Sonne gings dann nach Rotorua, die stinkende Stadt, durch deren qualmende Schwefelausduentungen wir nun gerade einen Stadtspaziergang absolviert haben und uns hinterher heisshungrig in einem sehr netten thailaendischen Lokal haben verkoestigen lassen... mmh!

In einem Tal nahe Rotorua



Ihr Lieben, geniesst die Weihnachtsfeiertage, feiert schoen und geniesst die Weihnachtsstimmung! Alles, alles Liebe von eurer Jule, Juliana, Jana oder wie auch immer und viele, viele Gruesse von meinen Eltern und Nikola!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo, Jana, fröhliche Weihnachten wünscht Dir Dein Familienhund Raudi. Ich kann mir gar nicht so recht vorstellen, wie du es die ganze Zeit (ohne mich) dort aushälst, aber ich drücke dir trotzdem die Pfoten, dass du weiterhin ganz viel Spaß hast. Grüsse den Rest der mir untreu gewordenen Familie. Da es mit dem Schreiben (Pfoten), nicht so gut klappt, erzähle ich euch im Januar meine Erlebnisse persönlich. Du mußt natürlich noch länger warten. Heiligabend, gestern war jedenfalls Spitze. Es gab so viele Pakete für jeden, und in jedem war auch für mich ein Hundekuchen drin. Nun kannst du sicher verstehen, dass ich jetzt meinen Schlaf benötige. Schleck an alle, und nimm dich vor fremden Hunden in acht. Meine Ferienrudel läßt auch herzlich grüssen und drücken. Übrigens am Dienstag verreise ich auch - wuff - nach Prerow - wuff :-)